Die Honigbienen in Deutschland leiden mitten im Sommer an Futtermangel und würden verhungern, wenn sie nicht vom Imker mit Zuckerwasser am Leben erhalten würden. „Der Futtermangel in der Natur ist dramatisch“ erklärt Imkermeister Günter Friedmann, Sprecher der biodynamischen Demeter Imker und Träger des Förderpreises ökologischer Landbau. Beobachtungen an seinen eigenen Bienenvölkern und beunruhigende Meldungen von Imkerkollegen aus ganz Deutschland, veranlassen ihn, jetzt einen Alarmruf zu starten..„ Wenn nicht rasch ein Umdenken und ein neues Handeln in der Landwirtschaft erfolgt, werden wir stumme Sommer erleben – und sehen, dass die Bienen für die Bestäubung und damit auch für die Ernten unersetzlich sind“.
Friedmann ist seit 30 Jahren Berufsimker, aber „ mit einer solchen Situation wurde ich noch nie konfrontiert“ betont er,“ obwohl sich diese Entwicklung eigentlich seit mehreren Jahren anbahnt und auch zu den Bienenverlusten der letzten Jahre beigetragen hat“ Nach der Rapsblüte, Mitte bis Ende Mai, beginnt für die Bienen in vielen Regionen Deutschlands eine Zeit des Mangels und oft auch des Hungerns. Gerade in den Jahren, in denen es aus dem Wald keinen Honig zu gewinnen gibt, wird deutlich, dass auf den Feldern und Wiesen mittlerweile zu wenig blüht, um den Insekten ausreichend Nahrung zu bieten.
Verantwortlich für diesen Zustand ist nach Ansicht von Friedmann die sich immer weiter beschleunigende Intensivierung der Landwirtschaft. Insbesondere der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und die Gewinnung von Biogas wirken sich besonders dramatisch aus. In vielen Regionen dominiere zudem der Maisanbau und die Wiesen werden zur Gewinnung von Silage jeweils vor der Blüte so oft gemäht, dass dort für Blüten besuchende Insekten nichts mehr zu holen ist.
Viel schlechter als den Honigbienen geht es Wildbienen und Schmetterlingen, deren Lobby zu klein sei. Imker Friedmann befürchtet für die Zukunft “stumme Sommer“. Bestärkt wird er in dieser Ansicht von den Forschungen der Bienenwissenschaft. Professor Dr. Jürgen Tautz vom Biozentrum der Universität Würzburg bestätigt, dass sich sowohl durch die fehlende Menge als auch durch die mangelnde Vielfalt des noch vorhandenen Blütenangebotes die Fitness der Völker der Honigbienen zum Teil drastisch verschlechtert hat und „ein zu geringes und zu einseitiges Blütenangebot zur Schwächung und im Extremfall zum Zusammenbruch der Bienenvölker führt“.
Die Imker bringen Verständnis für die schwierige Situation der Landwirtschaft auf. Aber es sei „ doch eine absurde Situation, dass z.B. die Bauern immer größere Mengen an Milch zu immer niedrigen Milchpreisen produzieren müssen, und dass dadurch unsere Bienen verhungern“ so Friedmann. In dieser Situation ist die Politik gefordert, die steuernd eingreifen muss, damit die Entwicklung sowohl den Landwirten , als auch grundlegenden Bedürfnissen der Menschen und der Natur gerecht werden kann.
Ja was denn nun? Hungern die Bienen oder nicht? Meine beiden Völker haben vereinzelt noch Pollenhosen an den Beinen. Sie stehen günstig mitten in einem Stadtpark. Also ausreichend Nahrungsangebot.
Fest steht, dass es gut ist, für mehr und ausdauernde Bienenweide zu sorgen. Vor allem in den ländlicheren Gegenden. Das kann jeder mittels Saatmischungen (www.blühendelandschaften.de/ oder von alnatura bei Drogeriemarkt dm erhältlich) unterstützen.
Wir Imker füttern also rechtzeitig ein. Und denken auch an die anpflanzung besonders stark pollenbildenden Pflanzen- so kommen die Tiere nämlich an das Eiweiß, was nun zu fehlen scheint (http://www.pr-inside.com/de/imkerei-experte-widerspricht-meldungen-uuml-ber-r1438297.htm).
Also, Nektar und Pollen, beides will gefunden und gesammelt werden! Hoffen wir, die Tiere schaffen es gut in den Herbst und stark durch den Winter.
Imkerliche Grüße aus Köln sendet .Larissa
[...] um all die Bienenvölker zu ernähren. Auf Naturkost.de heißt es im Artikel “Honigbienen verhungern mitten im Sommer”: „Der Futtermangel in der Natur ist dramatisch“ erklärt Imkermeister Günter [...]
[...] Ihr solltet Euch einen Imker in der Nähe ausfindig machen und den Honig nur noch von dort beziehen, wenn Ihr auf eine gesunde Ernährung achten wollt. Echter Honig ist meiner Meinung nach gesund und kann sogar als medizinischer Honig eine antibiotische und antiallergene Wirkung haben. Auf jeden Fall solltet Ihr mal darauf achten, wie lange ein Honig aus dem Supermarkt stehen kann und immer noch so flüssig ist, wie schon beim Befüllen der Honiggläser. Seit wir zum Honig Kaufen immer zu unserem Imker gehen, haben wir einen ganz anderen und viel natürlicheren Honiggeschmack kennen gelernt. Über die Winterzeit, als es keinen Honig bei unserem Imker gab, weil die Bienen im Winter keinen Nektar sammeln können, mussten wir auf Supermarkt Honig zurückgreifen – geschmacklich kein Vergleich zum Imkerhonig! [...]