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Agro-Gentechnik: Wahlfreiheit für Verbraucher gefährdet

200911Okt

Kaum haben die Bürgerinnen und Bürger gewählt, ist die Wahlfreiheit für gentechnikfreie Lebensmittel in Gefahr. Naturland verfolgt die in dieser Woche begonnenen Koalitionsgespräche mit Sorge, da Agro- Gentechnik bei CDU und FDP viele Befürworter findet.

“Zahlreiche Umfragen belegen, dass die Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen”, betont Hans Hohenester, Naturland Bauer und Präsident des Öko-Verbandes anlässlich der jetzt in Köln laufenden Anuga 2009, der größten Ernährungsmesse der Welt. Wir müssen die neue Regierung auf der weltweit größten Ernährungsmesse mehr denn je an ihre immense Verantwortung für Mensch und Natur erinnern. Über 160.000 Arbeitsplätze im Öko-Sektor und ein Umsatz von mehr als 5,8 Milliarden Euro zeigen, dass ökologisch und ohne Gentechnik erzeugte Lebensmittel ein wichtiger, nachhaltiger Wirtschaftsfaktor sind. Sollte sich die Agro- Gentechnik in Deutschland ausbreiten, bedroht sie nicht nur diese Zukunftsbranche, sondern auch viele konventionelle Lebensmittelhersteller, die gentechnikfreie Produkte für ihre Kunden anbieten wollen. Eine Koexistenz zwischen Gen-Anbau und gentechnikfreiem Anbau ist im kleinteilig strukturierten Bundesgebiet nach Expertenmeinung nicht möglich.

Das Thema Agro-Gentechnik hat auf der Anuga einen hohen Stellenwert. Denn die Diskussion um die Risikotechnologie bekommt derzeit wieder neuen Zündstoff: Auf Grund der europaweit geltenden Nulltoleranz werden immer häufiger GVO-verunreinigte Futtermittellieferungen aus Nordamerika abgewiesen. Dadurch steht die konventionelle Futtermittelindustrie auf einmal vor Nachschubsorgen, die dazu führen, dass sich auf EU-Ebene bereits konkrete Forderungen nach einer Aufweichung der Regelung mehren. “Tierische Produkte wie Milch, Joghurt, Fleisch und Wurst könnten auf diese Weise als Genfood in die Einkaufsstätten gelangen”, erklärt Michael Stienen, Geschäftsführer der Naturland Zeichen GmbH. Umso wichtiger ist es, den Öko- Sektor zu stärken und bei Handel und Verbrauchern effiziente Aufklärungsarbeit zu leisten.

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Manfred Loosen
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Dieser Beitrag wurde vor am Sonntag, 11. Oktober 2009 um 19:05 Uhr veröffentlicht und unter Gentechnik gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.
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1 Kommentar

14. Oktober 2009 um 11:12 Uhr
Ellen Dosch sagt:

Mir fehlen die Worte.

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