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Aufruf gegen Patente auf Milch, Brot und Butter

200923Okt

Gegen die Ausweitung der Patentierung auf Pflanzen und Tiere hat die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ einen globalen Appell gestsrtet. Insbesondere Landwirte geraten zunehmend in die Abhängigkeit internationaler Konzerne wie Monsanto, die die Patente auf Saatgut und Nutztiere besitzen. Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs gegen die so genannte „Monsantisierung“ gehören große Bauernverbände in Europa, Asien und Südamerika. Der Appell soll im März 2010 an Regierungen und Patentämter übergeben werden mit der Aufforderung, Patente auf Tiere und Pflanzen zu verbieten. Heute stellt auch der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier de Schutter, seinen Bericht vor der UN-Generalversammlung in New York vor. Die UN warnen davor, dass Patente auf Saatgut weltweite Hungerkrisen verstärken könnten.

„Monsanto und Co missbrauchen das Patentrecht, um sich Monopolrechte an Pflanzen und Tieren und sogar an Lebensmitteln zu sichern – egal ob Milch, Brot, Butter oder Fleisch“, sagt Christoph Then, Sprecher für Greenpeace.
„Hier ist auch die neue Bundesregierung gefordert: Wir brauchen eine radikale Änderung sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Praxis der Patentämter, um diese Privatisierung von Pflanzen und Tieren zu verhindern.“

Die Patentansprüche erreichen eine neue Dimension: Neben Saatgut und Nutztieren werden mittlerweile auch Lebensmittel wie Milch, Butter und Brot zum Patent angemeldet. Folglich drohen multinationale Konzerne wie Monsanto, Dupont und Syngenta die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung zu kontrollieren. Die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ fordert deshalb neue Regeln, die Patente auf Saatgut und Nutztiere verhindern.

Auch UN-Sonderberichterstatter Olivier de Schutter kritisiert in seinem Hintergrundbericht (A/64/170, dass Patente auf Saatgut die Nahrungsmittelkrisen verstärken könne. „Die Oligopole einiger Anbietern können dazu führen, dass armen Landwirte der Zugang zu Saatgut, einem für sie lebenswichtigen Produktionsmittel, verwehrt wird. Und sie kann dazu führen, dass die Lebensmittelpreise steigen, wodurch die Lebensmittel für die Ärmsten noch weniger verfügbar werden.“

Die internationale Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ wurde im Jahr 2007 gegründet. Sie setzt sich zusammen aus Landwirten, Entwicklungshilfe- und Umweltorganisationen wie Swissaid, die Erklärung von Bern, Kein Patent auf Leben!, Misereor und Greenpeace. Unterstützt wird der Aufruf gegen die „Monsantisierung“ von Bauernorganisationen wie Coldiretti aus Italien, COAG aus Spanien, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und die Vereinigung Federación Agraria aus Argentinien.

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Manfred Loosen
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Dieser Beitrag wurde vor am Freitag, 23. Oktober 2009 um 13:35 Uhr veröffentlicht und unter Ernährung & Naturkost, Gentechnik gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.
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1 Kommentar

24. Oktober 2009 um 10:07 Uhr
schmidts sagt:

ich versteh nicht, warum ein aufruf nötig ist. Es könnte und sollte doch ganz einfach gesetzlich verboten werden. Die politik ziert sich doch sonst nicht so…ausser wenn es um grossunternehmen geht….ein schelm wer da böses denkt.
diese patentisierung auf lebensmittel, wassser, pflanzen tier….auf alles was lebt , ist doch wirklich hirnrissig und gehört sofort gestoppt!!!!!
warum wieder zeit vergehen lassen……in der neue patente zugelassen werden,die dann kaummehr rückgängig gemacht werden können????

was lassen wir bloss alles mit uns machen???
es grüsst die schafherde

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