Der WWF hat kritisiert, dass die Bundesregierung die ökologische gegenüber der konventionellen Landwirtschaft noch immer massiv benachteilige.
Allen Bedenken und kritischen Stimmen zum Trotz: Die Gentechnik-Industrie will den umstrittenen „Golden Rice“ 2013 auf den Markt bringen.
Pünktlich am 16. Oktober 2011, am Welternährungstag, endete nach 16 anstrengenden Tagen und 313 gelaufenen Meilen der Right2Know-Marsch 2011 vor dem Weißen Haus in Washington D.C.
Seit nun mehr als zehn Tagen läuft der „Right2Know-March“ von New York City nach Washington D.C. Ziel des Marsches ist es, das öffentliche und mediale Bewusstsein für gentechnisch veränderte Lebensmittel zu schärfen und die Einführung einer entsprechenden Kennzeichnung für genetisch veränderte Lebensmittel zu fordern.
Am Samstag, den 1.Oktober 2011 startet der Right2Know March für eine Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel in New York City. Der Marsch soll am 16. Oktober, dem Welternährungstag, im Lafayette Park vor der Weißen Haus in Washington enden.
Im Vorfeld des „Right2Know March“ ist es Vertretern des Bio-Weltdachverbandes IFOAM und den Initiatoren der Aktion gelungen, einen Termin bei den Vereinten Nationen in New York zu bekommen.
In seiner Petition an den Bundestag, die im Petitionsausschuss behandelt wurde, hat der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, die Parlamentarier aufgefordert, sich für einen Zulassungsstopp von Gentech-Pflanzen einzusetzen.
„Die Risiken gentechnisch veränderter Organismen (GVO) werden vor der Zulassung weder mit der notwendigen Sorgfalt untersucht, noch gibt es funktionierende Systeme zur Überwachung gesundheitlicher und ökologischer Auswirkungen nach ihrer Zulassung“, so lautet das Ergebnis der heute anlässlich der öffentlichen Beratung der BÖLW-Gentech-Petition im zuständigen Ausschuss des Bundestages veröffentlichten Studie „Risiken mit amtlichem Siegel: Mängel bei [...]
Mit jeweils mehr als 200 Teilnehmern bei den beiden Auftaktveranstaltungen ist die Bauernsternfahrt von Auerberg im bayerischen Allgäu und vom Fischerdorf Greetsiel an der ostfriesischen Nordseeküste gestartet.
„Eine gentechnikfreie Zukunft für alle!“ Diese Forderung haben genau 77.132 Menschen mit ihrer Unterschrift unterstützt.
Die Bundestagspetition gegen Gentechnik hat bis zum Ende der Zeichnungsfrist mehr als 100.000 Stimmen bekommen.
Greenpeace und Bioland haben auf ihren Internetseiten das Ergebnis einer Saatgut-Abfrage veröffentlicht, die sie bei den zuständigen Länderbehörden durchgeführt hatten: Sieben Prozent der Proben waren gentechnisch verunreinigt.
Die Organisation Testbiotech warnt in einer aktuellen Untersuchung vor einer zunehmenden Belastung der Nahrungsmittelproduktion mit Giftstoffen, die in gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten sind.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat trotz Protesten ein Freilandexperiment mit genmanipulierten Zuckerrüben in Ostdeutschland genehmigt.
Im Bundesrat ist ein Antrag gescheitert, der zur Aufweichung der Nulltoleranz von Gentechnikkonstrukten im Saatgut hätte führen sollen.
Kaum hat Brüssel die Nulltoleranz für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Futtermittel gekippt, schon wollen einige Bundesländer das Reinheitsgebot im Saatgut aufweichen. Am Freitag, 18. März 2011 wird im Bundesrat darüber abgestimmt. Für garantiert sauberes Saatgut kann man sich im Internet einsetzen.
Gut 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnen Genfood ab. Trotzdem setzen weltweit agierende Agrarkonzerne weiterhin auf Gentechnik. Ein neues Heft zeigt die Hintergründe.
Widersprüchliche Meldungen gibt es darüber, ob die genmanipulierte Stärke-Kartoffel Amflora auch in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern angebaut wird.
In diesem Jahr wollen Politiker in Deutschland und der EU die Weichen für die Weiterfahrt der Agro-Gentechnik stellen. Der Widerstand dagegen wird sich unter anderem auf der Großdemonstration „Wir haben es satt!“ Gehör verschaffen.
Unter dem Motto „Gentechnikfrei – wir bleiben dran!“ trafen sich vergangenes Wochenende rund 100 Gentechnik-Kritiker in Leipzig zur bundesweiten Tagung der gentechnikfreien Regionen und Aktiven. Sie nutzten die zwei Tage für einen intensiven Austausch, eine bessere Vernetzung und Strategieplanungen für 2011.
Zwischen den Gentechnik-Experten der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA und der Industrie bestehen enge Verbindungen.
Das Bundesverfassungsgericht hat die Klage des Landes Sachsen-Anhalts gegen das Gentechnikgesetz voll umfänglich abgeschmettert und seine Regelungen in allen Punkten für verfassungsgemäß erklärt.
Bei den Bürger der EU wächst die ohnehin große Ablehnung von Agro-Gentechnik weiter an. Das ergab eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission.
In zahlreichen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass gentechnisch manipulierte Pflanzen weniger Erträge liefern als die unveränderten Sorten. Chinesische Wissenschaftler haben diesen Effekt jetzt bei Gen-Reis bestätigt. Sie vermuten, dass die Genmanipulation auf Kosten der Fitness geht.
Mehr als eine Million EU-Bürger haben eine von der Organisation Avaaz und Greenpeace organisierte Online-Petition an die EU-unterschrieben. Jetzt muss die Kommission das Anliegen der Petition, „ein Moratorium für die Einführung von genmanipulierten Nutzpflanzen in Europa zu erlassen“, behandeln.
Der Anbau von gentechnisch veränderter BT-Baumwolle bedeutet für indische Bauern ein hohes wirtschaftliches Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Greenpeace-Wissenschaftlerin Reyes Tirado.
Bioland und Greenpeace wollen, dass die Nulltoleranz im Saatgut bei Gentechnik weiter gilt. Bayern und Hessen wollen diese Nulltoleranz aufweichen.
Milch von Kühen, die gentechnisch manipulierten Futterpflanzen erhielten, darf weiter als Gen-Milch bezeichnet werden. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte ein Urteil des Bundesgerichtshofes und wies damit eine Beschwerde der Molkerei Müller zurück.
Die Agrarminister der EU konnten sich nicht auf eine gemeinsame Haltung zu den Vorschlägen der EU-Kommission einigen. Diese hatte im Juli Pläne vorgelegt, nach denen die Mitgliedsstaaten künftig selbst über den Anbau von genmanipulierten Pflanzen entscheiden sollten.
Die Bundesländer sollen künftig die Mindestabstände zwischen Gentech-Pflanzen und gentechnikfreien Feldern festlegen. Somit könnten die Länder entscheiden, ob bei ihnen Gentech-Anbau noch möglich ist.
Glyphosat, der Wirkstoff im Monsanto-Herbizid Roundup, verursacht Missbildungen bei Menschen und Tieren. Bei Tierembryos traten die Missbildungen schon bei Konzentrationen auf, die unter den amtlichen Rückstandshöchstmengen der EU liegen.
Auf schwedischen Feldern, auf denen die BASF ihre Gentech-Knolle Amflora anbauen ließ, ist deren noch nicht zugelassene Nachfolgerin namens Amadea aufgetaucht. Der Chemiekonzern BASF hat diesen illegalen Anbau bestätigt.
Greenpeace bietet jetzt einen aktualisierten Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“ an. Er zeigt, welche Lebensmittelhersteller und Handelsketten derzeit Gentechnik vermeiden.
Das Oberlandesgericht Saarbrücken hat entschieden, das Gentechnik-Seilschaften und Gentechnik-Filz auch als solche bezeichnet werden dürfen.
Die Stiftung Warentest hat Gensoja-Verunreinigungen in Lebensmittel gesucht. Die Stiftung wies darauf hin, dass Bio-Produkte seltener verunreinigt sind.
Der Anbau von gentechnisch manipulierte Zuckerrüben in den USA ist vorerst verboten, da es für die Zulassung der Pflanzen keine ausreichende Umweltprüfung gibt.
Wie eine aktuelle Recherche von Testbiotech zeigt, werden immer häufiger Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen in tierischen Produkten gefunden.
Die Aktion GEN-Klage hat die durch die Saatgutverunreinigungen im Frühjahr geschädigten Bauern aufgerufen, sich einer Sammelklage anzuschließen. Die Aktion geht davon aus, dass den Bauern ein Schaden von mehr als vier Millionen Euro entstanden ist.
Schweizer Wissenschaftler berichten in einer aktuellen Publikation von alarmierenden Effekten bei gentechnisch verändertem Weizen. Während der Weizen unter idealen Bedingungen im Gewächshaus normalen Wuchs und eine verbesserte Resistenz gegen Pilze zeigte, entgleiste der Stoffwechsel der Pflanzen unter Freilandbedingungen.
Der Gentechnik-Konzern Monsanto ist mit seinem Versuch gescheitert, in der EU Patentansprüche gegen argentinische Sojabarone durchzusetzen. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass europäische Soja-Importeure keine Lizenzgebühren für Soja aus Argentinien zahlen müssen.
Als bislang einziges Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern freiwillig Greenpeace und Bioland bekannt gegeben, wo dieses Jahr gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut ausgesät wurde. Demnach wurde es auf insgesamt 53 Hektar ausgebracht.
Die EU-Länder sollen künftig eigenständig über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen entscheiden können. Die EU-Kommission beschloss eine entsprechende Neufassung der Gentechnik-Gesetze. Sie will mit diesem Schritt die Zulassungsverfahren für Gentech-Pflanzen deutlich beschleunigen.
Sieben bis elf Prozent mehr Ertrag bringe die neue Gentech-Sojabohne, versprach der Hersteller Monsanto. Doch die Bohne erfüllte die Prognosen nicht. Deshalb ermittelt jetzt der Generalstaatsanwalt von West Virginia.
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat Niedersachsens Ministerpräsidenten und Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten Christian Wulff unmittelbar vor der morgigen Wahl des Bundespräsidenten aufgefordert, seine seit Jahren aktive Unterstützung der Agro-Gentechnik einzustellen, sollte er in sein neues Amt gewählt werden.
Mit einer internationalen Unterschriftenaktion will der Verein Testbiotech auf die Risiken der Synthetischen Biologie aufmerksam machen. Angesichts der Möglichkeit, künstliche Lebensformen zu schaffen, fordert die Organisation striktere Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt.
Auf rund 2.000 Hektar wurde dieses Frühjahr Mais ausgesät, der mit in der EU nicht zugelassenem Genmais verunreinigt ist. Bioland begrüßt die Ankündigungen von sieben Bundesländern, den illegalen Aufwuchs der Pflanzen durch Umbruch zu zerstören.
In sechs Bundesländern ist auf 2.000 bis 3.000 Hektar Gen-verunreinigter Mais ausgesät worden. Die Verunreinigung war bereits frühzeitig bekannt. Weil sie nicht rechtzeitig handelten, stehen niedersächsische Behörden in der Kritik. Der Anbauverband Bioland forderte, den Mais auf den betroffenen Feldern unterzupflügen.
Das Bundesforschungsministerium will die angewandte Pflanzenbiotechnologie mit 50 Millionen Euro fördern. Das Geld soll in den nächsten fünf Jahren in die German Agri-Biotech Initiative (GABI) fließen.
CDU und SPD wollen das von ihnen regierte Bundesland Thüringen gentechnikfrei machen. Um diesem im Koalitionsvertrag verankerten Ziel näher zu kommen, haben die Landtagsfraktionen der beiden Parteien einen Antrag eingereicht.
War es vergangene Woche der Hessische Ministerpräsident Roland Koch, so folgte ihm in dieser Woche Bundespräsident Horst Köhler. Dem politischen Führungspersonal scheint die Puste auszugehen. Unerwartete und unaufgeforderte Rücktritte haben allerdings einen faden Beigeschmack.
Nach Greenpeace-Recherchen wird in Deutschland illegales Gen-Food verkauft. Butterfinger und Baby Ruth, zwei aus den USA importierte Schokoriegel von Nestlé, enthalten gentechnisch veränderte Pflanzen ohne entsprechende Kennzeichnung.
In Niedersachsen und weiteren Bundesländern ist vermutlich gentechnisch verunreinigter Mais ausgesät worden, doch die zuständigen Behörden verschleppen nach Auffassung von Bioland und Greenpeace die Aufklärung und handeln nicht.
Der Anbau von gentechnisch manipulierter Bt-Baumwolle in China hat dazu geführt, dass sich ein bisher unbedeutender Schädling stark vermehrt hat.
Mehr als 40 in der Aktion GEN-Klage vernetzte Organisationen wollen per Widerspruchsverfahren die Zulassung der umstrittenen Gentech-Kartoffel Amflora kippen.
Die REWE Group hat sich einsichtig gezeigt und gehandelt. Der „Reese’s Peanut Butter Cup“, der genmanipulierte Zutaten enthält, ist jetzt aus den Regalen verschwunden. Er war in einem Münchner REWE-Markt angeboten worden.
Das Landgericht Saarbrücken hat zahlreiche Aussagen in der Broschüre „Organisierte Unverantwortlichkeit“ verboten. Es kam damit der Klage zweier bekannter Gentechnik-Lobbyisten nach.
Das Umweltinstitut München hat genmanipulierte Erdnussbutterkekse in einem Münchner REWE-Markt gefunden.
Der österreichische Bio-Anbauverband Bio Austria hat das jetzt in Kraft getretene österreichische Verbot für die genmanipulierte Industrie-Kartoffel Amflora begrüßt.
Anlässlich der jährlichen Hauptversammlung von BASF hat heute ein breites Bündnis aus Bauern, NGO´s und Studenten gegen die Gen-Kartoffel Amflora protestiert.
Der US-Agrarmulti Monsanto versucht nach Informationen von Greenpeace, sich das Fleisch von Schweinen, die mit Monsantos Gen-Pflanzen gefüttert wurden, patentieren zu lassen.
“Unser friedlicher Protest und ziviler Widerstand gegen die Gentechnik-Konzerne hat Wirkung gezeigt!”, sagt Rudolf Bühler, Gründer und Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, die inzwischen 1.080 bäuerliche Familienbetriebe aus der Region Hohenlohe umfasst. Die Hällischen Bauern hatten im vergangenen Jahr direkt vor dem Europäischen Patentamt eine Herde Hällischer Schweine aufgetrieben und gemeinsam mit Greenpeace, BUND, [...]
Das Forschungsministerium steckt weitere Millionen in die Agro-Gentechnik, während erfolgversprechendere Ansätze für eine nachhaltige Landwirtschaft vernachlässigt werden.
Importierte Mais-Saaten sind zum Teil mit Gen-Mais verunreinigt. Dies ist das Ergebnis von stichprobenartigen Saatgut-Untersuchungen der Bundesländer, die Greenpeace und Bioland veröffentlicht haben.
Die Umweltorganisation Greenpeace hat vergangene Woche mit zwei öffentlichkeitswirksamen Aktionen gegen den Anbau der genmanipulierten Kartoffelsorte Amflora auf einem Mecklenburger Acker protestiert.
Greenpeace China hat in zwei Supermarktketten in der chinesischen Provinz Hunan genmanipulierten Reis gefunden. Die Umweltorganisation forderte die chinesische Regierung auf, die Kommerzialisierung von Gen-Reis umgehend zu stoppen.
Das österreichische Parlament hat einstimmig ein nationales Anbauverbot für die genmanipulierte Stärkekartoffel Amflora von BASF beschlossen. Das österreichische Gesundheitsministerium muss das Verbot jetzt umsetzen.
In Bulgarien ist ein so großer Abstand zwischen sensiblen Landschaften und Gen-Feldern zum Gesetz gemacht worden, dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen für Landwirte praktisch unmöglich wurde.
In den Maisanbaugebieten der USA macht sich ein neuer Schädling breit, der Western Bean Cutworm. Grund: der Anbau von Gen-Mais, sagen Experten.
Die Organisation “Save Our Seeds” fordert dazu auf, per eMail gegen Gentechnik zu protestieren. Das geht ganz einfach mit wenigen Klicks.
Nachdem die EU-Kommission den kommerziellen Anbau der Gentechnik-Knolle Amflora erlaubt hat, will der Chemie-Konzern BASF für zwei weitere genmanipulierte Kartoffelsorten die Zulassung beantragen. Darunter ist auch eine für Chips und Fritten. Derweil stößt Amflora weiterhin auf große Ablehnung. Unmittelbar bevor steht nach Pressemeldungen der Antrag für eine Amflora- Nachfolgerin durch die BASF. Dafür wurde eine [...]
Die EU-Kommission hat die genmanipulierte Stärkekartoffel Amflora der BASF für den kommerziellen Anbau freigegeben. John Dalli, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, sagte: „Alle wissenschaftlichen Aspekte und besonders die Sicherheitsbedenken sind bereits ausgiebig berücksichtigt worden.“
Gentechnisch manipulierte Pflanzen tragen nicht zum Klimaschutz bei. Sie können sogar den Ausstoß an Kohlendioxid erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Umweltorganisation Friends of Earth (FoE).
Die Standorte von Ackerflächen, auf denen Gen-Raps versehentlich angebaut worden ist, müssen öffentlich gemacht werden. Das hat das Verwaltungsgericht Schwerin entschieden, nachdem der Anbauverband Bioland unterstützt von Greenpeace gegen das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern geklagt hatte.
Greenpeace hat den von der Gentechnik-Organisation ISAAA vorgelegten Jahresbericht 2009 zum Anbau der Agro-Gentechnik als irreführend beanstandet.
Bei den Anmeldungen zum Anbau von Gen-Pflanzen in Deutschland herrscht in diesem Jahr Durcheinander: Obwohl der Anbau verboten ist und EU-Zulassungen fehlen, dürfen Landwirte unter Vorbehalt den Anbau von Gen-Kartoffeln und Gen-Mais anmelden.
Eine von Monsanto finanzierte Studie erforschte die genetischen Mechanismen in Pflanzen, die eine Resistenz gegen das Monsanto-Pestizid RoundUup entwickelt hatten.
Erhebliche Mengen als “bio” verkaufter Baumwolle aus Indien war gentechnisch verändert und verstieß damit gegen die Öko-Standards.
In Nordsachsen wurden Felder mit mehr als 135 Hektar Fläche ans Standortregister gemeldet.
Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall lädt gemeinsam mit ihren Partnern zum politischen Rockkonzert nach Berlin ein im Rahmen des Auftakts zur Internationalen Grünen Woche Berlin im Internationalen Congress Centrum ICC.
Das Insektengift Bt-Toxin aus gentechnisch verändertem Mais gelangt nach der Ernte durch Maisstreu in Bäche, Flüsse und Seen. Welche Wirkung es dort hat, ist wenig erforscht.
Die Wirkung von Gentech-Mais ist sehr umstritten. Eine jetzt veröffentlichte Studie bekräftigt die Gesundheitsbedenken von Gentechnik-Mais.
Eine Studie von französischen Wissenschaftlern der Universitäten Caen und Rouen zeigt deutliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken bei drei gentechnisch veränderten Mais-Varianten der US-Firma Monsanto.
Kanadische Wissenschaftler haben selbst in den Därmen von Regenwürmern die transgene DNA nachweisen können.
Ein US-Bezirksgericht hat zwei Landwirten, deren Reisernte durch genmanipulierte Sorten der Bayer CropScience AG verunreinigt worden war, eine Entschädigung von knapp zwei Millionen Dollar zugesprochen.
Auch in Bio-Leinsaaten aus Kanada wurden Verunreinigungen mit dem Gen-Lein Triffid gefunden.
Der Anbau von genmanipulierten Sojabohnen, Mais und Baumwolle in den USA hat den Verbrauch an Pestiziden ansteigen lassen und zahlreiche resistente Unkräuter hervorgebracht.
Die EU-Kommission hat die Genmaissorten MON88017 und MON89034 von Monsanto sowie den Pioneer-Mais 59122xNK603 zugelassen.
Mehrere Verbände haben zusammengestellt, was alles berücksichtigt werden müsste, um eine aussagekräftige und ganzheitliche Kosten-Nutzen-Rechnung für die grüne Gentechnik aufzustellen.
Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung wird einen gentechnikfreundlicheren Kurs fahren als ihre Vorgängerin.
Gegen die Ausweitung der Patentierung auf Pflanzen und Tiere hat die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ einen globalen Appell gestsrtet. Insbesondere Landwirte geraten zunehmend in die Abhängigkeit internationaler Konzerne wie Monsanto, die die Patente auf Saatgut und Nutztiere besitzen.
In Argentinien, dem fünftgrößten Honigproduzenten der Welt, sind letztes Jahr 30 Prozent der Bienenvölker eingegangen. Lucas Martinez, der Vorsitzende des argentinischen Imkerverbandes, macht dafür auch den Anbau von Gensoja verantwortlich. „Das große Problem bei uns ist der massive Anbau von Gensoja. Der verdrängt die Imker immer mehr, vor allem aus der Pampa, wo sie bislang [...]
Kaum haben die Bürgerinnen und Bürger gewählt, ist die Wahlfreiheit für gentechnikfreie Lebensmittel in Gefahr. Naturland verfolgt die in dieser Woche begonnenen Koalitionsgespräche mit Sorge, da Agro- Gentechnik bei CDU und FDP viele Befürworter findet.
Die Forschungsabteilung der Deutschen Bank hat eine Studie zum Thema Welternährung veröffentlicht. Deren Fazit: Die Agrarpolitik muss sich an Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit orientieren.
US-Präsident Barack Obama hat in den letzten Wochen mehrere wichtige Posten innerhalb seiner Administration mit Gefolgsleuten des Gentechnik-Konzerns Monsanto besetzt.
Welchen besonderen Wert bietet Bio aus dem Bio-Fachgeschäft? Antworten hierauf gibt die bundesweite Kampagne „Bio kann mehr“, die am 1. Oktober 2009 gestartet wurde.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem Wahlergebnis der Bundestagswahl vom 27. September 2009 kein Votum pro Atomkraft und pro Gentechnik. Sämtliche Umfragen im Umfeld der Wahlen hätten gezeigt, dass es stabile Mehrheiten gegen längere Laufzeiten für Atommeiler und gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft gebe.
Die US-Regierung hat es versäumt, die Umweltrisiken gentechnisch manipulierter Zuckerrüben vor der Zulassung zu überprüfen. Das stellte ein Bundesrichter am Distriktgericht in San Francisco fest.
Nach der vom Bundesverfassungsgericht erlassenen einstweiligen Anordnung ist der Berufsimker und Feldbefreier Michael Grolm heute freigelassen worden. Er war 27 Tage in Erzwingungshaft, weil er 2007 den Genmais MON 810 im Oderbruch unschädlich gemacht hat.
In Brötchen, Müsli, Backmischungen, sowie in ganzem und geschrotetem Leinsamen hat Greenpeace illegalen, gentechnisch veränderten Leinsamen nachgewiesen. Die betroffenen Produkte waren am 9. September stichprobenartig in Märkten von Edeka, Rewe, Rossmann und Schlecker in Hamburg gekauft und von einem Speziallabor untersucht worden.
In Deutschland ist gentechnisch veränderter Leinsamen gefunden worden. Das beweise, “dass Agro-Gentechnik eine nicht beherrschbare Technologie ist“, kommentierte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).
Die Veranstalter von „Vielfalt ernährt die Welt … natürlich ohne Gentechnik“ haben in Stuttgart die Ergebnisse der aktuellen Emnid-Umfrage: „Beeinflusst Gentechnik die Bundestagswahl?“ vorgestellt: Nur 6% der Wähler bundesweit sprechen sich für gentechnisch veränderte Lebensmittel aus.
Eine Recherche von Greenpeace und Bioland hat gentechnische Verunreinigungen von Saatgut in Deutschland gezeigt. Die nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass 22 der 2009 in Deutschland untersuchten 386 Mais-Proben, gentechnisch verunreinigt waren.
Im Herbst 2007 wurden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1500 Hektar Raps-Saatgut der Sorte Taurus ausgesät, der mit illegalem Gen-Raps verunreinigt war. Diese unbeabsichtigt mit Gen-Raps kontaminierten Äcker müssen in ganz Niedersachsen offen gelegt werden. Das ist das Verwaltungsgericht Hannover entschieden. Hier hat sich Bioland mit seinen Klagen nun abschließend gegenüber dem Land Niedersachsen [...]
Der Ludwigshafener Chemie-Konzern BASF will gemeinsam mit dem US-Konzern Monsanto die grüne Gentechnik ausbauen. “Unser Agrar-Geschäft wird stark wachsen. Die grüne Gentechnik wird zu einem großen Geschäft”, sagte BASF-Chef Hambrecht im Gespräch mit der “WirtschaftsWoche”. “Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Monsanto arbeiten wir etwa an Pflanzen, die einen höheren Ertrag bringen und auf salzigen, trockenen Böden [...]
Ein einheitliches Logo für tierische Produkte „ohne Gentechnik“ hat Bundesverbraucher- schutzministerin Aigner vorgestellt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Anbauverband Bioland begrüßten die Initiative.
In manchen Kantinen, Gaststätten und Frittenbuden wird immer noch Öl aus genmanipulierten Sojabohnen eingesetzt, ohne dass die Kunden dies erfahren. Darauf wies die Münchner Greenpeace-Gruppe hin. Deren Gen-Detektive verfolgen seit zwei Jahren Gastronomie-Großhändler, die Gen-Öl im Angebot haben. Die gute Nachricht: Es werden weniger.
Wissenschaftler müssen die Gentech-Konzerne um Erlaubnis fragen, wenn sie Forschungsergebnisse über deren Gen-Pflanzen veröffentlichen wollen. Diese Praxis prangert das Wissenschaftsmagazin Scientific American in seiner aktuellen Ausgabe an und fordert: „Das muss aufhören.“
Einen zweieinhalb Meter hohen Briefkasten mit rund 10 000 Protestbriefen von Verbrauchern haben Greenpeace-Aktivisten vor der Zentrale der Molkerei Weihenstephan in Freising einbetoniert. Auf dem Firmenschild steht nun „Genmilch Molkerei Weihenstephan“.
Eine breite Allianz von Verbänden fordert anlässlich des nächsten Runden Tisches von Bundesministerin Schavan eine Wende in der biologischen Sicherheitsforschung. NABU, Deutscher Naturschutzring (DNR), Greenpeace, BUND, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) und die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) haben einen Neun-Punkte-Katalog mit Forderungen aufgestellt. „Es gibt erhebliche Mängel [...]
Der Gentechnik-Konzern Monsanto hat angekündigt, dass er sich wieder mit gentechnisch verändertem Weizen befassen will. 2004 hatte der Konzern seine damaligen Genweizen-Forschungen eingestellt.
Der französische Toxikologe Gilles Eric Séralini hat gefordert, das Monsanto-Pestizid RoundUp zu verbieten. Der Professor an der Universität Caen erforscht seit Jahren die Wirkungen des angeblich ungefährlichen Herbizids.
Die Landesverbände von Bioland, BUND, Demeter und NABU haben bei der Staatanwaltschaft Stuttgart eine Anzeige gegen Unbekannt wegen nicht genehmigter Freisetzung von gentechnisch veränderten Maispflanzen eingereicht.
Der Gentechnik-Konzern Monsanto hat in den USA eine juristische Schlappe erlitten. Das Appellationsgericht entschied, dass der Anbau der genmanipulierten Futterpflanze Alfalfa (Luzerne) nicht rückgängig zu machenden Umweltschäden verursachen könne, sowie den biologischen und gentechnikfreien konventionellen Anbau beeinträchtigen und Farmern wirtschaftlichen Schaden zufügen könne.
Der Anbau genmanipulierter Baumwolle hat den Pestizidverbrauch nicht verringert, die Ernten nicht gesteigert und den Kleinbauern nicht geholfen. Dieses Fazit zieht der Wissenschaftler Dominic Glover von der Universität im britischen Sussex.
Nach acht Jahren Drehzeit wurde jetzt der Dokumentarfilm „David gegen Monsanto“ in einer Weltpremiere im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Agrarminister der EU-Mitgliedsstaaten haben ihren Vorschlag zur Neufassung der Novel Food Verordnung verabschiedet. Diese soll in Zukunft auch für Lebensmittel wie Fleisch oder Milch gelten, die von Nachkommen geklonter Tiere stammen.
Mit Genmais verunreinigte Flächen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dürfen nicht zum Blühen kommen. In den beiden Bundesländern wurden auf hunderten Hektar mit der Genmais Sorte NK 603, verunreinigtes Mais-Saatgut ausgebracht. Ohne ihr Wissen hatten die Landwirte bereits verunreinigtes Saatgut erhalten. Bei NK 603 handelt es sich um Genmais, der in der EU nicht zum Anbau zugelassen [...]
Welt-Uraufführung des Anti-Gentechnik-Films schlechthin. Die Dokumention „David gegen Monsanto“ erzählt die Geschichte des unerschrockenen kanadischen Bauern, der vor dem milliardenschweren Chemie- und Gentechnik Konzern nicht kuschte.
Etwa 1.500 Bio-Pioniere, Mitarbeiter aus der Bio-Landwirtschaft, der Bio-Erzeugung, von Bio-Herstellern, Bio-Groß- und -Einzelhändlern und viele weitere aktive Unterstützer haben sich auf den Marsch für eine gentechnikfreie Welt von Berlin nach Brüssel gemacht.
Die Amerikanische Akademie für Umweltmedizin (AAEM) warnt in einem Positionspapier vor gesundheitlichen Risiken durch genmanipulierte Nahrung und fordert ein Moratorium für Genfood und die Kennzeichnung bereits auf dem Markt befindlicher Produkte.
Die Mitglieder des Bundesverbands Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V. fordern ein EU-weites Moratorium für die Zulassung und den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO).
Eine aktuelle Untersuchung in der Juni-Ausgabe von Ökotest zeigt, dass zunehmend mehr Lebensmittel mit verändertem Gen-Material verunreinigt sind. Fündig wurden die Labore in zwei Nuss-Nougat-Cremes und fünf Senfmarken.
Nach Abschluss des „Runden Tisches Pflanzengenetik“ auf Einladung der Ministerinnen Schavan und Aigner zieht der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) eine gemischte Bilanz.
Der BUND und Bioland forderten anlässlich des “Runden Tisches” bei Forschungsministerin Schavan mehr Transparenz bei der Agro-Gentechnik.
In diesem Jahr dürfen keine genmanipulierten „Cholera-Kartoffeln“ im Freiland angebaut werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) teilte mit, dass über einen entsprechenden Antrag der Universität Rostock „zu einem späteren Zeitpunkt entschieden“ werde.
Angesichts der unkontrollierten Verbreitung von gentechnisch verändertem Saatgut auch im Südwesten fordert der Anbauverband Bioland umfassende Aufklärung und die vollständige Vernichtung der bereits aufgelaufenen Maispflanzen.
Drei Viertel der Bundesbürger würden sich laut aktuellen Meinungsumfragen dafür entscheiden, tierische Lebensmittel mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ zu kaufen, falls diese gekennzeichnet wären. Doch die Verbraucher suchen fast immer vergeblich nach diesen begehrten Produkten im Supermarktregal.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat einen Anbauversuch mit gentechnisch manipulierter Gerste erlaubt. Der von der Gießener Universität geplante Freilandversuch musste im letzten Jahr aufgrund großen Widerstandes der Bevölkerung in Gießen abgebrochen werden.
Die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts Braunschweig hat den Eilantrag der Firma Monsanto gegen das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angeordnete Verbot, Genmais der Linie MON 810 anzubauen, abgelehnt.
Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat den Versuchsanbau der genmanipulierten Kartoffel Amflora von BASF genehmigt. Sie darf unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen auf 20 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern angepflanzt werden. Die für die industrielle Nutzung gedachte Gen-Knolle weist einen höheren Stärkegehalt auf.
Nach neuen Greenpeace-Analysen von Futtermittelproben lassen drei namhafte Molkereien weiterhin gentechnisch veränderte Soja aus Südamerika an Milchkühe verfüttern.
Der Ende März vom Gentechnikkonzern Monsanto vorgelegte Bericht zum Monitoring des Gen-Maises MON 810 ist unvollständig und unwissenschaftlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Umwelt-Organisation Greenpeace.
Das Online-Netzwerk Campact, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben in Berlin eine Studie präsentiert, nach der ein Verbot des Genmais MON810 aufgrund neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse geboten und rechtlich machbar sei. Sie forderten von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Genmais noch vor der Aussaat Mitte April zu verbieten. [...]
In Polen protestieren zwei Biobäuerinnen mit einem Hungerstreik gegen den illegalen Anbau von Genmais. Nach inoffiziellen Angaben wird in Polen trotz eines Anbau-Verbots auf rund 3000 Hektar der Gen-Mais MON 810 angebaut. Auch Gentechnik-Raps soll illegal ausgesät worden sein. Der Regierung werfen die beiden Bio-Bäuerinnen Nichtstun vor. Vor zwei Wochen sind Edyta Jaroszewska und Danute [...]
Bei einer Konferenz der päpstlichen Akademie der Wissenschaften geben sich im Mai prominente Befürworter der Grünen Gentechnik die Klinke in die Hand. Schwerpunkt der fünftägigen „Studienwoche“ sind die Beiträge von Gentech-Pflanzen zu Ernährungssicherheit und Entwicklung. Derweil äußert sich der Papst selbst zunehmend gentechnikkritisch. „Transgenic Plants for Food Security in the Context of Development” nennt sich [...]
Bis Mitte April versuchen gentechnik-kritische Organisationen Bundesagrarministerin Ilse Aigner zu einem Verbot des Gen-Maises MON 810 zu bewegen. Mehr als 40.000 Menschen haben allein über die E-Mail-Aktion von Campact die Ministerin aufgefordert, mit diesem Verbot den kommerziellen Anbau von Gentechnik auf den Äckern zu verhindern. Aktivisten von Campact und anderen Organisationen haben eine Verfolgungstour gestartet [...]
Der in Berlin vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) vorgestellte Gentechnik-Schadensbericht zeigt, dass die Nutzung der Agro-Gentechnik keinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bringt. Vielmehr verursacht der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen extrem hohe Kosten in der gesamten Lebensmittelkette. Sie entstehen durch stark steigende Saatgutpreise sowie erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung drohender Resistenzen, der Trennung der Warenströme und Analysen. Dazu kommen [...]
Die EU-Kommission hat die Einfuhr von gentechnisch verändertem T45-Raps und dessen Verarbeitung zu Lebens- und Futtermitteln genehmigt. Der von Bayer CropScience entwickelte herbizidresistente T45-Raps ist gegen das Bayer-eigene Herbizid Liberty mit dem Wirkstoff Glufosinat resistent.
Die Zeit drängt: Im April soll die Aussaat von Gen-Mais beginnen. Landwirtschaftsministerin Aigner kann dies mit einem Verbot noch stoppen. Nun muss sie sofort handeln. Und dazu kann jedermann sie auffordern.
Österreich und Ungarn dürfen auch künftig den Anbau von Genmais verbieten. Das entschieden die EU-Umweltminister mit der nötigen Zweidrittelmehrheit. Damit ist die EU-Kommission zum dritten Mal mit dem Versuch gescheitert, die Anbauverbote zu kippen. Deutschland hatte zugunsten von Österreich und Ungarn gestimmt und damit den Ausschlag gegeben.
Das Umweltinstitut München hat dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mehr als 57.000 Einwendungen gegen ein geplantes Experiment mit Pharma-Kartoffeln übergeben. Die Universität Rostock will die genmanipulierten Pflanzen von 2009 bis 2012 in Üplingen (Sachsen-Anhalt) und Thulendorf (Mecklenburg-Vorpommern) anbauen.
Bioland hat auf der BioFach in Nürnberg die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner aufgefordert, gegen die Aufhebung der Gentechnik-Anbauverbote in den EU-Staaten Österreich, Frankreich, Ungarn und Griechenland zu stimmen.
In einem Interview in der Berliner Zeitung sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die grüne Gentechnik bringe den Menschen hierzulande bisher keinen erkennbaren Nutzen. Sie wolle prüfen, ob Monsanto die Monitoringauflagen für seinen Genmais MON 810 einhalte. Falls das nicht der Fall sei “werde ich die Zulassung von MON 810 widerrufen”, sagte die Ministerin.
Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen hat weltweit weiterhin zugenommen. 2008 stiegen die Flächen um 9,4 Prozent auf nunmehr 125 Millionen Hektar. In 25 Ländern werden gv-Pflanzen kommerziell genutzt. Neu hinzugekommen sind Bolivien, Burkina Faso und Ägypten.
Jetzt ist der Anbau von Gen-Mais etwas transparenter. Auf einer interaktiven Deutschlandkarte kann man ab sofort nachsehen, wo in Deutschland Gen-Mais angebaut werden soll.
Die EU-Kommission will zwei neue Gen-Maissorten zum Anbau innerhalb der EU freigeben. Sie hat die entsprechenden Anträge an den zuständigen Ausschuss der Mitgliedsstaaten geleitet. Können sich die Mitglieder – wie zu erwarten ist – nicht einigen, entscheidet zum Schluss die Kommission alleine – und in der Regel zugunsten der Grünen Gentechnik.
Von der Kennzeichnung “Ohne Gentechnik” erwarten viele Verbraucher den völligen Verzicht auf Gentechnik bei der Herstellung von Lebensmitteln. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Online-Befragung der Universität Gießen von 1012 hessischen Verbrauchern.