Demnächst entscheidet die Bundesregierung endgültig über eine Bürgschaft in Höhe von 1,3 Milliarden Euro für den Bau des brasilianischen Atommeilers Angra 3. Dagegen kann man online protestieren.
Kaum hat Brüssel die Nulltoleranz für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Futtermittel gekippt, schon wollen einige Bundesländer das Reinheitsgebot im Saatgut aufweichen. Am Freitag, 18. März 2011 wird im Bundesrat darüber abgestimmt. Für garantiert sauberes Saatgut kann man sich im Internet einsetzen.
Nach dem umstrittenen Atommüll-Transport ins Zwischenlager Gorleben erreicht die Ablehnung der schwarz-gelben Atompolitik in der Bevölkerung Spitzenwerte: 76 Prozent der Bundesbürger meinen, dass die Bundesregierung ihren Beschluss über Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke überdenken sollte.
Mehr als 300 Atomkraftgegner haben am Samstag vor dem Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg ein 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen aus gut 13.000 Luftballons gebildet.
12.000 Luftballons starteten direkt vor den alten Atomreaktoren in Biblis, um deutlich zu machen, wohin eine eventuelle radioaktive Wolke ziehen würde: in diesem Fall Richtung Frankfurt. Bald folgt die nächste Ballonaktion.
Das Internet-Netzwerk Campact will mit 20.000 Ballons auf Risiken der Uraltreaktoren Biblis A und B aufmerksam machen. Doch RWE will die Aktion nicht stattfinden lassen.
Kurz bevor Konzerne und Regierung zu Verhandlungen über längere AKW-Laufzeiten zusammenkommen, sollen an möglichst vielen AKWs nahe zu Großstädten zehntausende schwarz-gelbe Ballons als „radioaktive Wolke“ aufsteigen.
Das Online-Netzwerk Campact, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben in Berlin eine Studie präsentiert, nach der ein Verbot des Genmais MON810 aufgrund neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse geboten und rechtlich machbar sei. Sie forderten von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Genmais noch vor der Aussaat Mitte April zu verbieten. [...]