Die Aktion GEN-Klage hat die durch die Saatgutverunreinigungen im Frühjahr geschädigten Bauern aufgerufen, sich einer Sammelklage anzuschließen. Die Aktion geht davon aus, dass den Bauern ein Schaden von mehr als vier Millionen Euro entstanden ist.
Die EU-Kommission hat die Genmaissorten MON88017 und MON89034 von Monsanto sowie den Pioneer-Mais 59122xNK603 zugelassen.
Eine Recherche von Greenpeace und Bioland hat gentechnische Verunreinigungen von Saatgut in Deutschland gezeigt. Die nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass 22 der 2009 in Deutschland untersuchten 386 Mais-Proben, gentechnisch verunreinigt waren.
Die Landesverbände von Bioland, BUND, Demeter und NABU haben bei der Staatanwaltschaft Stuttgart eine Anzeige gegen Unbekannt wegen nicht genehmigter Freisetzung von gentechnisch veränderten Maispflanzen eingereicht.
Angesichts der unkontrollierten Verbreitung von gentechnisch verändertem Saatgut auch im Südwesten fordert der Anbauverband Bioland umfassende Aufklärung und die vollständige Vernichtung der bereits aufgelaufenen Maispflanzen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Entscheidung von Bundesagrarministerin Ilse Aigner, das Aussäen des Monsanto-Genmais MON 810 zu verbieten, begrüßt.